Zur Konvertierung der Audio-Dateien ins MP3-Format wird Lame verwendet, ein weit verbreiteter MP3 Encoder und außerdem Open Source. Für die nächsten Schritte wird deshalb folgendes Programm benötigt:
Sind mehrere einzelne WAV-Dateien vorhanden, welche nach der Komprimierung zusammengefügt werden sollen, braucht man noch diese zwei Tools:
MP3 Kodierung
|
|||
Im nun erscheinenden Fenster werden die entsprechenden Einstellungen getroffen. Beim ersten Start sind sämtliche Optionen grau hinterlegt und unter Quality die die Einstellung --alt-preset standard gewählt. Diese ist zwar ideal zum kodieren von Audio-CDs geeignet, für unsere Zwecke aber überdimensioniert. Deshalb muss hier zu q=2 (High, recommended) gewechselt werden, wodurch der Zugriff auf alle Funktionen freigeschaltet wird. Wobei q=0 die höchste und q=9 die niedrigste Qualität bietet. q=2 ist hier der beste Kompromiss, die Unterschiede zu q=1 bzw. q=0 sind nur gering. Als nächstes muss die gewünschte Methode (Method) gewählt werden, d.h. CBR, ABR oder VBR.
Lowpass - Mit dieser Funktion können hohe Frequenzanteile weggeschnitten werden. Für analoge TV-Aufnahmen können die standardmäßigen 19 kHz beibehalten werden, da die Signalbandbreite sowieso geringer ist und somit keine Auswirkungen hat. Min./Max. Bitrate
- Hier wird die Unter- bzw. Obergrenze für die verwendete Bitrate
festgelegt, d.h. der Bereich in welchem diese pendeln kann. VBR-Quality gibt die Qualität für den VBR-Modus an, 0 ist die höchste und 9 die niedrigste. Die Einstellung VBR-2 sollte auch hier völlig ausreichend sein. Mode - An dieser Stelle die Einstellung Joint Stereo (JS) wählen. JS sorgt in Zusammenhang mit niedrigen Bitraten für eine bessere Qualität, da es sich die Abhängigkeiten der beiden Audiokanäle untereinander zu nutze macht und diese nicht, wie bei Dual Channels, getrennt voneinander kodiert. Soll aus irgendwelchen Gründen anstelle des VBR der ABR oder CBR-Modus
benutzt werden, kann unter Quality
auch schon ein entsprechendes Profil ausgewählt werden: --alt-preset
ABR oder --alt-preset CBR.
Hier braucht dann lediglich die Bitrate angegeben werden. |
|||
Das Programm speichert die erstellten Dateien standardmäßig
im Quellordner, wer einen anderen Pfad bevorzugt muss diesen unter dem
Punkt Output Directory angeben. Ist nur ein WAV-File vorhanden gewesen ist man an dieser Stelle mit der
Audio-Komprimierung fertig. Wurden hingegen mehrere einzelne Stücke
mit VirtualDub extrahiert und dann komprimiert müssen diese vor der
Weiterverarbeitung mit VDM wieder zusammengefügt werden. |
|||
MP3s zusammenfügenNachdem sämtliche WAV-Dateien im MP3-Format vorliegen, müssen diese noch zu einem einzelnen MP3-File zusammengefasst werden. Dies wird mit Hilfe von MPEG Audio Scissors realisiert.
Einfach die einzelnen Dateien nacheinander öffnen und dann als gesamtes
File wieder abspeichern. |
|||
Da es beim Zusammenfügen von VBR-MP3s ein paar Probleme gibt, d.h. der Header des Files wird wahrscheinlich nicht neu bzw. fehlerhaft geschrieben, wird von der zusammengefügten Datei immer nur der erste Teil abgespielt. Das lässt sich sehr einfach mit Winamp überprüfen. Um dieses Problem zu beheben wird der VBR Header Maker benötigt. Mit diesem Tool kann der alte Header entfernt und ein neuer, funktionierender wieder hinzugefügt werden.
Dies geschieht folgendermaßen, zuerst wird die Datei geöffnet und dann mit "Remove VBR Header" der alte Header entfernt. Danach muss das MP3 File nochmals neu geöffnet werden, dann steht nämlich die Funktion "Add VBR Header" zur Verfügung. Mit diesem Befehl wird der Datei ein neuer Header hinzugefügt, mit welchen die Wiedergabe problemlos klappt. Jetzt kann das MP3- und das Video-File problemlos mit VirtualDubMod zusammengefügt werden. |