Zuerst möchte ich ein paar allgemeine Dinge zu
Ogg-Vorbis sagen, da das Ogg-Format weitaus weniger bekannt ist als MP3. Ogg
ist ebenfalls ein Audioformat, welches zur verlustbehafteten Komprimierung von
Audiodateien benutzt werden kann. Wie schon gesagt heißt das Format "Ogg"
und der zugehörige Encoder "Vorbis". Es ist zwar (noch)
weitaus weniger verbreitet als das MP3-Format, liefert aber eine deutlich bessere
Qualität. Im Gegensatz zu MP3 ist Vorbis ein komplett frei verfügbarer
Encoder, also mit keinerlei patentrechtlichen Ansprüchen behaftet, dass
gilt sowohl für den privaten als auch den kommerziellen Bereich. Ogg wurde
z.B. schon in dem PC-Spiel "Star Trek Away Team" eingesetzt.
Außerdem ist Ogg ein Open Source Projekt, dass unter Xiph.org
zu finden ist. Die offizielle Homepage von Vorbis findet ihr unter Vorbis.com.
Zu diesem Ogg Projekt gehört neben Vorbis, welches sich mit der Audiokomprimierung
beschäftigt, auch noch Ogg-Tarkin. Tarkin ist ein Videocodec, der sich
allerdings noch in einer frühen Entwicklungsphase befindet.
Ein paar technische Merkmale zu Ogg-Vorbis können hier nachgelesen werden.
Prinzipiell gibt es zwei Möglichkeiten einen Film mit Ogg-Sound herzustellen.
Die eine Variante basiert auf der Verwendung des Ogg-Vorbis
ACM Codecs, welcher eine direkte Komprimierung des Sounds aus VirtualDub(Mod)
heraus ermöglicht. Leider gibt es beim ACM Codec des öfteren Synchronisationsprobleme
zwischen Bild und Ton sowie einige andere Schwierigkeiten, z.B. beim hin- und
herspringen im Film. Deshalb sollte der Ogg-Vorbis ACM Codec höchstens
mal zum probieren eingesetzt werden oder besser gleich die Finger davon lassen.
Auf die Verwendung des ACM-Codecs werde ich aus den genannten Gründen nicht
eingehen. Vom Prinzip her ist es aber der selbe Ablauf wie bei der internen
MP3-Komprimierung und das kann schon unter "Komprimierung
mit DivX" nachgelesen werden. Die Unterschiede zwischen den einzelnen
Einstellungsmöglichkeiten sind aber hier
kurz erklärt.
Die andere Möglichkeit ist die Verwendung eines externen Encoders wie OggDropXPd.
Letztere sollte auf jeden Fall genmommen werden. Das erfordert zwar einen größeren
Arbeitsaufwand, was hauptsächlich daran liegt, dass der Ton aus dem AVI
extrahiert werden muss, bringt aber entscheidende Vorteile.
Für die nachfolgenden Schritte wird die folgende Software benötigt:
Ton extrahierenWie das herauskopieren des Tons aus dem AVI funktioniert wird zwar schon
unter "Komprimierung mit DivX"
beschrieben, sei aber an dieser Stelle der Vollständigkeit halber
noch mal erwähnt. Dazu wird mit Hilfe der Trackbar und den Tasten
"Mark in" sowie "Mark
out" Anfang und Ende eines Werbeblocks oder jedes anderen
unerwünschten Bereichs markiert und anschließend mit der Taste
"Entf" gelöscht.
Dieser Vorgang wird beliebig oft wiederholt, so dass zum Schluss nur noch
das wirklich interessante Bild- und Tonmaterial übrig bleibt. Nach diesem Schritt hat man optional die Möglichkeit
den Ton vor der Komprimierung mit Goldwave zu überarbeiten, d.h.
z.B. eine Rauschreduktion durchzuführen oder mit Hilfe des Equalizers
an den persönlichen Geschmack anzupassen. Auf die Verwendung von
Goldwave wird an dieser Stelle jedoch nicht näher eingegangen, weil
es ein ganzes Kapitel für sich ist und den Rahmen der Anleitung sprengen
würde. Es lohnt sich aber auf jeden Fall, das Programm mal etwas
genauer anzuschauen, da mit der Rauschreduktion erstaunlich gute Ergebnisse
erzielbar sind. |
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WAV-Files zusammenfügenDieser Absatz stellt nur einen Einschub dar, falls man mal aus mehreren WAV- ein Ogg-File erzeugen möchte. Denn dann müssen die einzelnen WAV-Dateien vor der Kodierung erst wieder mit Wave Merge zusammengefügt werden. Diese Methode braucht zwar einiges an Speicherplatz, jedoch gibt es im Moment immer noch keine geeigneten Tools, um einzelne Ogg-Files zusammenzufügen. Sobald sich in der Hinsicht etwas tut werde ich die Anleitung natürlich überarbeiten.
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Vorbis KomprimierungIm nächsten Schritt wird der Vorbis Encoder gestartet.
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Um das WAV-File zu kodieren wird im Explorer das jeweilige Verzeichnis
aufrufen in dem die Datei gespeichert ist und dann mit gedrückt gehaltener
linker Maustaste das WAV-File in die Encoderoberfläche hineingezogenen
(Drag&Drop). Der Encoder bleibt dabei standardmäßig im Vordergrund.
Das entstehende Ogg-File wird dabei im selben Verzeichnis gespeichert in
dem sich auch das WAV-File befindet. Unter "Select
Output Directory" kann man jedoch auch den Zielpfad ändern. |
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Ist der Encoder fertig kann im Prinzip die Weiterverarbeitung mit VDM
weitergehen. Bevor man dies macht sollte man allerdings mal probehören,
ob die Qualität zufriedenstellend ist. Falls nicht sollte die Bitrate
ggf. erhöht und die Datei noch mal kodiert werden. Wer anstelle von VDM das OGM-File wie bisher mit CombineAviOgg erstellen will, findet die entsprechende Anleitung hier. Es ist zwar einfacher zu bedienen, allerdings können damit keine Kommentare etc. zum OGM-File hinzugefügt werden. Alle anderen folgen den restlichen Schritten in der "Komprimierung mit DivX" Anleitung. |