Hallo und herzlich willkommen auf meiner Homepage.
Auf dieser Seite werde ich mich mit Thema der Digitalisierung von Videos bzw.
Fernsehsendungen mit Hilfe des PCs beschäftigen, sowie der anschließenden
Komprimierung und Speicherung auf CD-ROM. Die Gründe für eine Archivierung
von Heimvideos oder Fernsehsendungen auf CD-ROM sind relativ einfach, zum einen
kommt es zu keinem Verschleiß des Datenträgers, wie es beim abspielen
einer Videokassette der Fall ist und zum anderen haben digitalisierte Videos
auch nach einigen Jahren der Lagerung noch die selbe Qualität, wie bei
der Aufnahme.
Diese Seite soll meine persönlichen Erfahrungen mit diesem Thema widerspiegeln
und auch eine kleine Hilfe für Neueinsteiger sein, die sich zum ersten
mal mit dieser interessanten aber auch umfangreichen Thematik auseinandersetzen.
Dazu werde ich mich momentan ausschließlich auf die Benutzung analoger
TV- oder Videograbber-Karten eingehen. Wobei auch gezeigt wird, wie man das
mit einem MPEG2 Hardware1- oder Softwareencoder2
aufgezeichnete Material weiterverarbeiten kann.
(1 z.B. Hauppauge WinTV PVR; 2
z.B. PowerVCR oder WinDVR)
Genug der langen Vorreden, lest einfach selbst und vielleicht kann ich ja
dem einen oder anderen mit meiner Seite etwas weiter helfen bzw. bei denen,
die sich noch nicht mit diesem Gebiet befasst haben ein wenig Interesse wecken.
HARDWARE
Meiner Erfahrung nach kann es auch bei der Verwendung einer TV-Karte von Vorteil sein, über den SVHS/Composite-Anschluss aufzuzeichnen. Der Grund hierfür sind die auf den TV-Karten verbauten Tuner. Diese benötigen ein relativ starkes Eingangssignal, was aber gerade bei größeren Kabellängen, ohne einen entsprechenden Verstärker, nicht mehr gewährleistet ist. Der Qualitätsunterschied zum eigenen Tunersignal kann somit erheblich sein, vor allem in Hinsicht auf das Rauschen. Allerdings sollte man das am besten selber testen, um einerseits die optimale Qualität zu erhalten und sich andererseits eventuellen Kabelsalat zu ersparen. Vor allem die neueren Philips-Tuner der MK3 Reihe bieten ein bedeutend besseres Bild als der Vorgänger MK2.
Wichtig! Als Quelle für
das TV-Signal sollte kein normaler VHS-Rekorder, sondern der TV, ein SVHS-Rekorder
oder ein Receiver benutzt werden. Bedingt durch die innere Signalverarbeitung
verfügt das ausgegebene Bildsignal vieler VHS-Modelle über eine geringere
horizontale Auflösung und wirkt dadurch weicher. Dies gilt natürlich
nicht für das Überspielen von VHS-Kassetten auf den
PC, denn hier wurde schon mit der "schlechteren" Bildqualität
aufgezeichnet.
Hinweis! Ein SVHS-Kabel ist nur dann sinnvoll, wenn
auch die Quelle S-Video unterstützt (z.B. Hi8-Camcorder, DVD-Player oder
SVHS-VCR), denn sonst bringt es keine Vorteile gegenüber einem normalen
Cinch-Kabel.
Hier ist ein Verkablungsplan, der dem einen oder anderen vielleicht etwas weiter hilft.
SOFTWARE
Ich empfehle unbedingt unter Win9x/ME VirtualDub zum aufnehmen zu verwenden, auch wenn jeder TV-Karte ein Standardprogramm beiliegt. Diese scheitern meistens an der 2GB Grenze für AVI-Dateien bei einer Aufnahme mit Video for Windows. Beim überschreiten dieser Grenze wird die entsprechende Datei ungültig und kann somit nicht mehr verwendet werden. Dieses Problem löst zwar eine Aufnahme als OpenDML AVI, aber spätestens bei 4 GB ist unter Win9x/ME endgültig Schluss, da FAT32 keine Dateien von mehr als 4 GB Größe unterstützt, was die Aufnahmedauer erheblich einschränkt.
Mit VirtualDub kann das Video hingegen in z.b. 2 GB große Teile aufgesplittet werden, welche das Programm beim laden selbständig wieder zusammenfügt, wodurch auch längere Aufnahmen kein Problem darstellen. Außerdem ist die CPU-Auslastung vergleichsweise geringer als im normalen Video for Windows Modus. Bei der Arbeit unter Windows XP ist die Größe der Datei irrelevant, solange die entsprechende Partition NTSF formatiert ist. Da VirtualDub seit v1.6.0 sowohl VfW- (Video for Windows) als auch WDM-Treiber (Windows Driver Model) unterstützt, ist es auch hier bestens für die Aufnahme geeignet. Eine gute Alternative zu VirtualDub ist das Programm Virtual VCR. Dieses arbeitet aber nur mit WDM-Treibern zusammen.
VirtualDub oder VirtualDubMod dient aber nicht nur zur Aufnahme,
sondern auch zur Nachbearbeitung und der anschließenden Komprimierung
des Videos. Dabei steht eine vielzahl von Filtern und anderen Möglichkeiten
zur Verfügung, um das Quellmaterial seinen persönlichen Vorstellungen
anzupassen und das Beste an der ganzen Sache, VirtualDub/VirtualDubMod ist FREEWARE!
Was den MJPEG-Codec betrifft so bleibt es im Prinzip jedem selbst überlassen
für welchen er sich entscheidet oder überhaupt auf diesen zurückgreift. Große Qualitätsunterschiede
gibt es nicht und kostenpflichtig sind alle drei.
Der Nachteil des PICVIDEO-Codecs ist sein etwas langsamer Decoder, im Vergleich
zu den zwei anderen Produkten. Meine persönlichen Favoriten sind deshalb
der MJPEG Codec von Morgan-Multimedia bzw. der von Mainconcept.
Eine Demoversion gibt's von allen dreien, so dass man sich selbst
ein Bild machen kann.
Huffyuv ist die preiswerteste Variante, denn den gibt's kostenlos. Der große Vorteil dieses Codecs liegt aber nicht im Preis, sondern in der verlustlosen Komprimierung des Videomaterials. D.h. es gehen keine Bildinformationen/-details verloren, wie es z.B. bei MJPEG der Fall ist. Der Nachteil liegt hingegen in der enormen Größe des gespeicherten Materials. Es werden bei voller PAL-Auflösung ~8 MB/s gespeichert, d.h. ~28 GB pro Stunde, was bei heutigen Festplatten aber kaum noch ein Problem darstellt.
Zu den MPEG-4 Codecs ist eigentlich nicht viel zu sagen, außer vielleicht
zu DivX. Es gibt inzwischen vier Versionen, zum einen den DivX Codec mit der Versionsnummer
3.x, bei welchen es sich um eine gehackte Version von Microsofts MP43C32.DLL
handelt und zum anderen die Versionen 4, 5 und 6, welche
DivXNetworks herausgebracht hat. Letztere sind im Gegensatz zu DivX 3.x auch völlig legal.